BDSM-Globuli

Durch Zufall bin ich auf der Seite eines Herstellers für homöopathische Medizin gelandet. Dort wird etwas verkauft, dass sich Murus Berlinensis nennt. Der Wirkstoff dieses außergewöhnlichen „Medikaments“ wird aus Bruchstücken der Berliner Mauer gewonnen und es soll gegen seelische Blockaden helfen. Das Bild ist kein Fake, man kann dieses Produkt wirklich kaufen! BDSM-Globuli weiterlesen

Der Size Zero Wahn

funPraktisch alle Models, ebenso viele Schauspielerinnen und Sängerinnen haben eine Idealfigur, die  in Modekreisen auch „Size Zero“ genannt wird. Das ist eigentlich eine amerikanische Kleidergröße, die je nach Label der deutschen Größe 32 oder 34 entspricht. Wieso ist das eigentlich so? Und wieso ist alles ab 38 schon Plus Size? Wieso ist Size Zero (eine Kleidergröße die eine normale 12 Jährige trägt) der Maßstab, an dem alle gemessen werden. Und wieso ausgerechnet Kleidergröße Size Zero bzw. 32/34. Der Size Zero Wahn weiterlesen

Rape Culture: Der Fall Jeffrey Epstein

Der Begriff „Rape Culture“ (engl. rape = Vergewaltigung und culture = Kultur) bezeichnet laut Wikipedia „soziale Milieus oder Gesellschaften, in denen Vergewaltigungen und andere Formen sexualisierter Gewalt verbreitet sind und weitgehend toleriert oder geduldet werden“. Ich bin kein Experte in der feministischen Nomenklatur, aber ich vermute, kaum jemand glaubt, dass unsere westliche Zivilgesellschaft im ganzen eine solche Rape Culture ist. Vielleicht handelt es sich dabei um eine Art ideologischen Kampfbegriff. Der unbedarfte Leser denkt vermutlich an Länder, wo man oft von Massenvergewaltigungen in den Nachrichten liest. Alles ganz weit weg, Indien oder andere ferne Länder, aber sicher nicht bei uns! Rape Culture: Der Fall Jeffrey Epstein weiterlesen

Brauchen wir ein #BDSMetoo?

Vor einiger Zeit hieß es in meinem Fun Sex Fact 24: „BDSM-Communities are less rapey than the general population“. Dabei stützte ich mich auf gleich mehrere Studien und Umfragen, die belegen, dass es unter BDSM-lern ein größeres Bewusstsein um die Konsensproblematik gibt. Das leuchtet ein, denn Konsens ist im Kontext einer jeden Beziehung und einer jeden Aktion das A und O. Wir kriegen das quasi mit der Muttermilch eingetrichtert, und das ist auch gut so. Brauchen wir ein #BDSMetoo? weiterlesen

Therapie ohne Therapeut

Heute, am 28. Juli, ist der internationale Tag des Sex. Daher habe ich wie immer keine Mühen und Kosten und gescheut, um euch wissenschaftlich auf den neuesten Stand zu bringen.

Sex stärkt das Wohlbefinden und gibt dem Leben Sinn

 

Seit langem weiß man, dass Sex mit einer längeren Lebenserwartungen und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Neue Forschungsergebnisse deuten nun darauf hin, dass Sex auch starke emotionale Vorteile haben könnte: Es stärkt die Beziehungen und hilft dem Leben Glück und Sinn zu verleihen.


Professor Todd Kashdan und sein Team von Psychologen stellten kürzlich eine neue Studie vor: Darin führten die Probanden Tagebücher, in denen sie täglich ihre sexuellen Aktivitäten sowie ihren emotionalen Zustand notierten. Ihr Wohlbefinden wurde gemessen, indem die Probanden täglich von ihrer Stimmung, positiven und negativen Gefühlen berichteten sowie eine Einschätzung wie bedeutsam das eigene Leben sei.

Ergebnis:

Die Versuchsteilnehmer waren generell glücklicher an Tagen nach sexueller Aktivität. Ganz gleich, ob sich dabei um ein intensives Küssen oder Geschlechtsverkehr handelt. Es spielte keine Rolle, ob die Teilnehmer in einer Beziehung waren oder nicht. Jede Art sexueller Erfahrung verbessert das Wohlbefinden. Die Forscher prüften auch das Gegenteil: Glück hat in ihrer Analyse kein sexuelles Verhalten vorhergesagt, was ihre Behauptung stützt, dass es sich bei der Verbindung von Sex und Wohlbefinden um einen kausalen Zusammenhang handelt.

Andere Forschungen von Kashdan und seinen Kollegen von der Mason University, weisen auf eine Verbindung zwischen Sex und sozialer Inklusion hin. An Tagen nach einer angenehmen sexuellen Erfahrung, berichteten die Teilnehmer von weniger sozialen Ängsten und gestiegenem Selbstwertgefühl. Bei der Untersuchung von Personen in romantischen Beziehungen kamen zusätzliche Gefühle des Wohlbefindens jedoch aus besonders befriedigendem und intimem Sexualkontakt. Intimer und befriedigender Sex steigert das Wohlbefinden von Menschen in allen Arten von Beziehungen, besonders aber in engeren Liebesbeziehungen, weil Sex die Bindungen stärkt und die Akzeptanz von Gefühlen in höherem Maße steigert. Über alle Arten von Beziehungen hinweg ist Sex eine wichtige therapeutische Möglichkeit, das Wohlbefinden zu steigern und sich mit einem Partner zu verbinden, sagt Kashdan. Es ist ein starkes potentielles Gegenmittel gegen Einsamkeit oder soziale Isolation – eine „Therapie ohne Therapeut“, sagt er. Wenn soziale Bindungen wichtiger denn je sind, kann eine Lösung im Schlafzimmer liegen.

Bento will, dass ihr mehr feministischen Porno schaut

Bento.de, der Jugendableger von Spiegel-Online, fordert Frauen dazu auf, ihren Pornokonsum zu erhöhen.

Hey, liebe Frauen: Guckt mal bitte mehr Pornos!

Konkret zeigt behauptet der Autor, Porno ist böse, weil er unsere Jugend versaut und ein falsches Frauenbild propagiert. Ein gesteigerter Konsum von gutem, also frauenfreundlichen Porno würde zu einer Marktanpassung und damit zu einer Verbesserung unser aller des Sexlebens von Frauen führen. Bento will, dass ihr mehr feministischen Porno schaut weiterlesen

Sicherheitswarnung für Dildo mit Webcam

Nachdem ich vor ein paar Wochen schon mal über smarte Sextoys berichtet, und meine Bedenken geäußert habe, möchte ich Euch dieses Fundstück nicht vorenthalten.

Einen Dildo mit eingebauter Webcam und WLAN

meine spontane Reaktion ist

Really!
WTF?

braucht jemand sowas?

Will man sich das ansehen?

 

Es wird aber noch schlimmer.

Wie das renommierte Computermagazin heise berichtet, gibt es äußerste Sicherheitsbedenken:

Im Auslieferungszustand  kommt das Gerät mit der unglaublichen dämlichen Login/Passwort Kombination: „admin“ und “ „.

Darüberhinaus ist die W-Lan-ID voreingestellt auf den Modellnamen, weshalb man über spezielle Webseiten hunderte dieser Geräte weltweit ausfindig machen kann. Jeder durchschnittlich begabte Hacker kann sich somit live aufschalten.

 

Ja heißt Ja! Consent Culture

imageKürzlich habe ich beim Stöbern im Netz etwas entdeckt, das sich Zustimmungskonzept, Ja-heisst-Ja oder auch Consent-Culture nennt.

Eine Consent-Culture ist eine Kultur, in der gegenseitiges Einverständnis ein wiederkehrender Aspekt von sexuellen Handlungen – tatsächlich über menschliche Interaktion – ist. Es ist eine Kultur, mit einem Horror davor, jemanden zu etwas zu zwingen und mit Respekt vor der absoluten Notwendigkeit zur körperlichen Autonomie. Eine Kultur, die glaubt, dass jeder Mensch selbst am Besten weiß, was er/sie braucht und möchte. (Zitiert vom Blog Feminismus101)

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