Brauchen wir ein #BDSMetoo?

Vor einiger Zeit hieß es in meinem Fun Sex Fact 24: „BDSM-Communities are less rapey than the general population“. Dabei stützte ich mich auf gleich mehrere Studien und Umfragen, die belegen, dass es unter BDSM-lern ein größeres Bewusstsein um die Konsensproblematik gibt. Das leuchtet ein, denn Konsens ist im Kontext einer jeden Beziehung und einer jeden Aktion das A und O. Wir kriegen das quasi mit der Muttermilch eingetrichtert, und das ist auch gut so. Brauchen wir ein #BDSMetoo? weiterlesen

Sex – eine Therapie ohne Therapeut

Heute, am 28. Juli, ist der internationale Tag des Sex. Daher habe ich wie immer keine Mühen und Kosten und gescheut, um euch wissenschaftlich auf den neuesten Stand zu bringen.

Sex stärkt das Wohlbefinden und gibt dem Leben Sinn

 

Seit langem weiß man, dass Sex mit einer längeren Lebenserwartungen und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Neue Forschungsergebnisse deuten nun darauf hin, dass Sex auch starke emotionale Vorteile haben könnte: Es stärkt die Beziehungen und hilft dem Leben Glück und Sinn zu verleihen.


Professor Todd Kashdan und sein Team von Psychologen stellten kürzlich eine neue Studie vor: Darin führten die Probanden Tagebücher, in denen sie täglich ihre sexuellen Aktivitäten sowie ihren emotionalen Zustand notierten. Ihr Wohlbefinden wurde gemessen, indem die Probanden täglich von ihrer Stimmung, positiven und negativen Gefühlen berichteten sowie eine Einschätzung wie bedeutsam das eigene Leben sei.

Ergebnis:

Die Versuchsteilnehmer waren generell glücklicher an Tagen nach sexueller Aktivität. Ganz gleich, ob sich dabei um ein intensives Küssen oder Geschlechtsverkehr handelt. Es spielte keine Rolle, ob die Teilnehmer in einer Beziehung waren oder nicht. Jede Art sexueller Erfahrung verbessert das Wohlbefinden. Die Forscher prüften auch das Gegenteil: Glück hat in ihrer Analyse kein sexuelles Verhalten vorhergesagt, was ihre Behauptung stützt, dass es sich bei der Verbindung von Sex und Wohlbefinden um einen kausalen Zusammenhang handelt.

Andere Forschungen von Kashdan und seinen Kollegen von der Mason University, weisen auf eine Verbindung zwischen Sex und sozialer Inklusion hin. An Tagen nach einer angenehmen sexuellen Erfahrung, berichteten die Teilnehmer von weniger sozialen Ängsten und gestiegenem Selbstwertgefühl. Bei der Untersuchung von Personen in romantischen Beziehungen kamen zusätzliche Gefühle des Wohlbefindens jedoch aus besonders befriedigendem und intimem Sexualkontakt. Intimer und befriedigender Sex steigert das Wohlbefinden von Menschen in allen Arten von Beziehungen, besonders aber in engeren Liebesbeziehungen, weil Sex die Bindungen stärkt und die Akzeptanz von Gefühlen in höherem Maße steigert. Über alle Arten von Beziehungen hinweg ist Sex eine wichtige therapeutische Möglichkeit, das Wohlbefinden zu steigern und sich mit einem Partner zu verbinden, sagt Kashdan. Es ist ein starkes potentielles Gegenmittel gegen Einsamkeit oder soziale Isolation – eine „Therapie ohne Therapeut“, sagt er. Wenn soziale Bindungen wichtiger denn je sind, kann eine Lösung im Schlafzimmer liegen.

Bento will, dass ihr mehr feministischen Porno schaut

Bento.de, der Jugendableger von Spiegel-Online, fordert Frauen dazu auf, ihren Pornokonsum zu erhöhen.

Hey, liebe Frauen: Guckt mal bitte mehr Pornos!

Konkret zeigt behauptet der Autor, Porno ist böse, weil er unsere Jugend versaut und ein falsches Frauenbild propagiert. Ein gesteigerter Konsum von gutem, also frauenfreundlichen Porno würde zu einer Marktanpassung und damit zu einer Verbesserung unser aller des Sexlebens von Frauen führen. Bento will, dass ihr mehr feministischen Porno schaut weiterlesen

Sicherheitswarnung für Dildo mit Webcam

Nachdem ich vor ein paar Wochen schon mal über smarte Sextoys berichtet, und meine Bedenken geäußert habe, möchte ich Euch dieses Fundstück nicht vorenthalten.

Einen Dildo mit eingebauter Webcam und WLAN

meine spontane Reaktion ist

Really!
WTF?

braucht jemand sowas?

Will man sich das ansehen?

 

Es wird aber noch schlimmer.

Wie das renommierte Computermagazin heise berichtet, gibt es äußerste Sicherheitsbedenken:

Im Auslieferungszustand  kommt das Gerät mit der unglaublichen dämlichen Login/Passwort Kombination: „admin“ und “ „.

Darüberhinaus ist die W-Lan-ID voreingestellt auf den Modellnamen, weshalb man über spezielle Webseiten hunderte dieser Geräte weltweit ausfindig machen kann. Jeder durchschnittlich begabte Hacker kann sich somit live aufschalten.

 

Datenschutz bei smarten Sextoys?

 

Der U-förmige Vibrator 4 Plus aus dem Hause WeVibe ist ein modernes Sextoy mit erstaunlichen Eigenschaften: Datenschutz bei smarten Sextoys? weiterlesen

Ja heißt Ja! Consent Culture

imageKürzlich habe ich beim Stöbern im Netz etwas entdeckt, das sich Zustimmungskonzept, Ja-heisst-Ja oder auch Consent-Culture nennt.

Eine Consent-Culture ist eine Kultur, in der gegenseitiges Einverständnis ein wiederkehrender Aspekt von sexuellen Handlungen – tatsächlich über menschliche Interaktion – ist. Es ist eine Kultur, mit einem Horror davor, jemanden zu etwas zu zwingen und mit Respekt vor der absoluten Notwendigkeit zur körperlichen Autonomie. Eine Kultur, die glaubt, dass jeder Mensch selbst am Besten weiß, was er/sie braucht und möchte. (Zitiert vom Blog Feminismus101)

Ja heißt Ja! Consent Culture weiterlesen

Wörterbuch – Daddy-Dom

daddydom-kopie

Mehrfach wurde ich gefragt, was es mit der Bezeichnung Daddy-Dom auf sich hat. Welche Bedeutung hat es wenn der Dom seine Sub „Little“, „Babygirl“ oder little Girl“ nennt? Was bedeudet DDLG? Wörterbuch – Daddy-Dom weiterlesen

Warum Hypes so nervig sind

Mich deucht, J.K Rowling hat wieder einen neuen Harry Potter verbrochen. Da mir vor dem unvermeidlichen Hype graust, möchte ich mal die Frage in die Runde werfen:

Kennt ihr das auch:

Alle reden plötzlich ständig und ausschließlich von diesem EINEM Thema und ihr steht daneben und fragt euch: Wieso gefällt denen dieser Mist?

 

Es wird dann phasenweise über nichts anderes geredet und das ist supernervig. Man kommt sich manchmal sogar ein bisschen einsam vor und erntet seltsame Blicke, wenn man auf einer Party auf eine Gruppe Leute stößt, die sich lebhaft über X unterhalten, wobei X, Harry Potter, SOG, GNTM, Breaking Bad, Dschungelcamp oder irgendein anderer Scheiss ist, und man selbst nichts zur Unterhaltung beitragen kann außer: „Kenn ich nicht“, „Interessiert  mich nicht“ oder „Find ich Scheisse!“

Am besten ist übrigens, man sagt gar nichts und nimmt die Beine unter den Arm, denn jede Art von Mißfallensäußerung zieht unweigerlich mehr oder weniger heftige Bekehrungsversuche nach sich.

 

Wie gesagt ich kann mit Harry Potter nichts anfangen, weder mit den Filmen noch mit dem Büchern. Hier und da hab ich mal einen Blick in ein HP-Buch geworfen, wenn zufällig mal eines auf dem Nachtschränkchen der Partnerin lag. Schätze mal, es werden im Laufe der Jahre schon um die 200 Seiten gewesen sein.

Fantasy ist ein Genre, das es sehr schwer hat bei mir. Viel zu viele Klischees, gepaart mit dem Fehlen jedweder Logik. Und wenn die Welt, in die uns der Autor entführt, eine magische Welt ist, dann können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass der Autor uns mit jeder Menge Deus-Ex-Machina beglücken wird.-Wenn er das tut, fliegt das Buch unweigerlich in die Ecke oder ich schmeisse die Fernbedienung ins TV-Gerät.

 

Was ist zum Beispiel die innere Logik, wenn zwei Magier gegeneinander antreten? Ist der Stärkere der, der mehr Zaubersprüche aufsagen kann, oder kommt es darauf an, wie sie ausgesprochen werden, die Lautstärke vielleicht oder das Timbre? Oder sind die Sprüche nicht das wichtigste, sondern die Länge des Zauberstabs?

 

Erinnert ihr Euch noch an den Herrn der Ringe. Die Helden begeben sich auf eine langwierige und irre gefährliche Reise – ein regelrechtes Selbstmordkommando. Nach dem Finale stehen sie auf einem explodierenden Vulkan und kein Ausweg in Sicht. Da sind doch Szenen, auf die wir hoffen, wenn wir uns ein Buch oder eine Kinokarte kaufen. Der Held, der uns im Verlauf der Story ans Herz gewachsen ist,  in ärgster Gefahr, die Situation auswegslos, wir fürchten um sein Leben. Das ist für mich die hohe Kunst des Schreibens. Je unwahrscheinlicher die Rettung desto besser. Oder mit anderen Worten: Es ist so schlimm, dass es beinahe umvermeidlich ist, dass der Autor, das tut, was wir als Leser am meisten fürchten: nämlich dass er die Figur, die wir so sehr lieben, wirklich killt.

Aber nein. Es ist ja ein Fantasy-Roman, deshalb muss irgendwo, irgendein Zauberer nur mit dem Finger schnipsen oder irgendein Sprüchlein aufsagen, und schon zaubert er sprichwörtlich Riesenadler aus dem Hut, die unsren Helden aus ärgster Bedrängnis retten. Diese extreme Form des Deus-Ex-Machina gibt es ausschließlich in Fantasy-Geschichten und in abgewandelter Form noch in modernen Superhelden Filmen. In Letzeren ist es regelmäßig so, dass wir uns einen wahnsinnigen, aufwendigen CGI-Fight zwischen Superhero und Supervillain ansehen, und erst wenn der Held aussichtlos am Boden liegt, setzt er unvermittelt eine Superkraft ein, von der wir (manchmal auch er selbst) bisher nicht wussten, dass er über sie verfügte.  Da fasst man sich als Leser doch an den Kopf und fragt sich, „will der Autor mich verarschen?“. Die Figuren in den Büchern müssten sich eigentlich total verarscht vorkommen. Aber Frodo, Sam und alle anderen sind leider so doof, dass es ihnen nicht auffällt, dass Gandalf ihnen diese wahnsinnig schwere Reise hätte ersparen können, wenn er ihnen das Riesen-Adler-Taxi früher bestellt hätte. Im Gegensatz zu uns Lesern kennen sie den Grund dafür nicht: Der Grund ist, das es dann all die Strapazen, die sinnlosen Tode nicht gegeben hätte und damit auch nicht die 1000 Seiten Geschichte, beziehungsweise die vielen, vielen Stunden Film, die wir vorher mit so viel Genuss gelesen oder gesehen haben. Dumm nur, dass der Autor mit diesem Versäumnis die Geschichten völlig entwertet, ganz gleich, wie gut sie bis dahin war.

 

So, jetzt wisst ihr, warum ich kein Fantasy und ganz besonders nicht Harry Potter mag.  Wollte ich einfach mal loswerden.
Und zum Abschluss nochmal die Frage:

Kennt ihr das auch? Welche  Bücher, Filme oder  TV-Shows, die plötzliche Dauerthema sind, weil ALLE sie mögen, gab oder gibt es, mit denen ihr gar nichts anfangen könnt? Gebt ihr dann der Versuchung nach und lest oder seht euch etwas an, das ihr eigentlich nicht mögt, nur um mitreden zu können?

 

 

 

PS: Es gibt auch gute Fantasy, George RR Martin. Um nur ein Beispiel zu nennen.

 

 

 

 

 

 

Moglipackung

Die Tage fiel mir beim Aufräumen dieses kleine Taschenbüchlein in die Hand:

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Ein nackiger Jüngling auf dem Cover eines Kinderbuchs in  eindeutig lasziver Pose mit einem Panther – WTF.

Im Buch (Erscheinungsjahr 1981) selbst gibt es Illustrationen von einem Herrn namens Reinhard Michl, laut Wikipedia ein damals bekannter Kinderbuchzeichner.

 

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Ehrlich gesagt war mir dieser Baghira schon immer ein wenig suspekt, und diesen Eindruck finde ich nun nachträglich bestätigt, wenn ich mir die begehrlichen Blicke ansehe, die er seinem Schutzbefohlenen zuwirft.

Realsatire – zum Mitlachen

 

Die nachfolgende Story wollte ich vor ein paar Tagen auf Facebook mit Euch teilen. Aber dann wurde ich dort gesperrt. Dass ich sie jetzt poste, bedeutet nicht, dass die Story  oder ein Beteiligter irgendetwas mit der Sperre zu tun hat. Das weiß ich natürlich nicht, und will es auch gar nicht behaupten. Ausschließen kann ich es allerdings auch nicht. Es gibt jedenfalls Leute, die zu viel Zeit haben und auch sonst offenbar wenig Spaß im Leben. Und damit wären wir dann schon bei der besagten Story. Realsatire – zum Mitlachen weiterlesen