Fun Sex Fact 53 – Rituale stärken die Beziehung

In einer Beziehung, die lang anhaltend und sicher ist, geht es auch darum zu wissen, dass der Partner der wichtigste Teil des Lebens ist. Dein Partner muss sich wichtiger fühlen als alles andere.  Zeit und Energie auf die Beziehung zu verwenden ist deshalb essenziell wichtig, damit Worte und Handlungen konsistent sind und der Partner sich geliebt fühlt.

BEI BEZIEHUNGSRITUALEN und -TRADITIONEN GEHT ES NICHT NUR DARUM, ZEIT MITEINANDER ZU VERBRINGEN.

Beziehungsrituale sind ein wesentlicher Bestandteil einer liebevollen, fürsorglichen Beziehung. Diese Rituale sind notwendig, um die Beziehung stark und lebendig zu halten. Rituale sind als jedes Verhaltensmuster definiert, das konsequent und regelmäßig auf eine bestimmte Weise ausgeführt wird.

Es gibt verschiedene Arten von Ritualen für Beziehungen.

Paarzeitrituale – Rituale, in denen Paare Traditionen geschaffen haben, mit dem Hauptziel, Zeit miteinander zu verbringen. Sie haben in der Regel eine Zeitbindung, die auftritt, indem sie sagen, dass dies eine wichtige Zeit ist, die speziell für die Beziehung reserviert ist.

Tägliche Routinen und Aufgaben – Aufgaben oder Routinen, die ein Paar zusammen macht, um seine Nähe zueinander zu verbessern.

Intimität – Wie ein Paar die Natur seiner Ausdrucksformen von Intimität und Zuneigung mit dem Ziel der Nähe definiert hat.

Kommunikationsrituale – Wie ein Paar sich um seine Kommunikation bemüht, mit dem Ziel, größere Nähe zu schaffen.

Feiern – Der Schwerpunkt liegt hier auf Veranstaltungen, die Paare feiern, wie Geburtstage, religiöse Feiertage, Jubiläen etc. Diese sind typischerweise einzigartig für jedes Paar in einer bestimmten vereinbarten Weise.

 

BEZIEHUNGSRITUALE MÜSSEN ZU EINEM WESENTLICHEN BESTANDTEIL DER BEZIEHUNG WERDEN.

  1. Date-Nights
    Reserviert einen oder zwei Termine im Monat. Macht gemeinsam etwas, dass euch beiden gefällt. Alternativ: Plant abwechselnd eine Überraschung für den Partner, ein Highlight für ihn/sie.
  2. Nachrichten, Briefe und Karten
    Statt immer wieder eintönige Textmessages per WhatsApp zu schicken, greife zu Papier und Feder. Schicke eine Grußkarte, die gibt’s immer noch in jedem Kiosk zu kaufen.
  3. ZEIT ZUM REDEN EINPLANEN
    Das ist besonders wichtig, bei Paaren mit Kindern. Feste Zeit, die vorgesehen ist Dinge zu besprechen, bevor sie im Alltagsstress untergehen.
  4. GEMEINSAM ETWAS NEUES LERNEN

Findet etwas Neues, das gemeinsam gelernt werden kann. Es ist völlig egal, was es ist, Hauptsache beide Partner mögen es. Ob Golfspielen, Drachen steigen lassen, Kung Fu oder Saxophon spielen ist gleichgültig.

  1. IN AKTIVITÄTEN INVESTIEREN, UM DIE BEZIEHUNG ZU STÄRKEN

Gemeinsames Shoppen, besuche auf dem Flohmarkt, einen Garagenverkauf organisieren oder der Urlaub. Alle Aktivitäten sind geeignet, die Beziehung zu stärken.

  1. WICHTIGE EREIGNISSE FEIERN!

Viele mögen es nicht, manche vergessen es chronisch, dabei es ist enorm wichtig, die Meilensteine der Beziehung regelmäßig zu zelebrieren. Hochzeitstag, der erste Kuss, das erste Mal usw..

  1. FREIWILLIGENARBEIT

Ehrenamtliche Arbeit und das Zurückgeben an die Gemeinschaft gibt jedem ein enorm gutes Gefühl. Tut man es zusammen in einer Beziehung, ist es doppelt wirksam.

 

Im BDSM ist das nichts Neues. Viele BDSMler praktizieren ihre Neigung rituell, manche Praktiken haben sogar einen intrinsisch rituellen Charakter.

  • Wenn sich ein Paar, das sich in einer Spielbeziehung zu einem Spielabend verabredet. Jedes Treffen ist ein Highlight, auf das man hinarbeitet, das man vorbereitet auf das man sich freut.
  • Oder wenn man der Sub (dem Sub) das Halsband anlegt.
  • Wenn man gemeinsam Fetisch-Messen, den Sexclub besucht oder einen Aufenthalt in einem BDSM-Appartment bucht.
  • Erziehungs- und Strafspiele folgen jeweils festgelegten Mustern.

Quelle:

http://www.acrwebsite.org/volumes/v11e/eacr_v11_1700122.pdf

 


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Fun Sex Fact 3 – Sperma

Beeinflusst die Ernährung den Geschmack von Sperma?

Die Ernährung beeinflusst den Geruch von Schweiß, Speichel und anderen Körperflüssigkeiten wie Muttermilch, daher ist die Annahme, die Ernährung hat Einfluss auf den Geschmack von Sperma nahe liegend. Geschmack Es gibt zwar noch nicht viel Forschung zu der Frage, aber folgende Angaben scheinen schlüssig:

Nach dem Verzehr von folgender Lebensmittel riecht Sperma moschusartig und schmeckt bitter::

Knoblauch
Zwiebeln
Brokkoli
Kohlkopf
Blattgemüse
Spargel
Fleisch und Milchprodukte

Eine angenehmeren, süßlichen Geschmack bekommt das Sperma durch den Verzehr von:

Sellerie
Petersilie
Weizengras
Zimt
Muskatnuss
Ananas
Papaya
Orangen

Diese Lebensmittel reduzieren den Säuregehalt, machen den Samen aber nicht wirklich süßer.

Einfluss von Alkohol auf das Sperma:
Anekdoten deuten darauf hin, dass Alkohol einen bitter-säuerlichen Geschmack erzeugen kann, aber dies hängt von der Art des Alkohols ab, den Sie trinken. Im Allgemeinen kann starker Alkoholkonsum auch einen negativen Einfluss auf die Beweglichkeit, Qualität und Quantität Ihrer Spermien haben.

Einfluss von Tabak/Nikotin auf das Sperma:
Alkohol, Tabak, Kaffee wird ebenfalls eine negative Wirkung auf Sperma nachgesagt. berichten zufolge wird der Geschmack saurer, bitterer oder stechender. Nikotin und Koffein wirken sich auch anchträglich auf Beweglichkeit und Anzahl der Spermien aus.

Kann man den Geschmack des Samens ändern?
Obwohl der Geschmack von Person zu Person stark variiert, ist er im Allgemeinen warm und salzig. Obwohl es keine wissenschaftlich fundierten Ergebnisse gibt, ist die Annahme berechtigt, dass eine gesunde Ernährung und Lebensweise den Geschmack und Geruch verbessern.


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Fun Sex Facts – 002

Die Erforschung von Vergewaltigungsphantasien ist ein heikles Thema. Viele Menschen wollen nicht wahrhaben, dass Frauen sie haben, aus Angst, dass damit echte Vergewaltigungen angeregt oder entschuldigt werden: „Siehst du? Frauen wollen es doch!“ Nüchtern betrachtet ist es aber besser, auch die vielleicht verstörenden Teile der menschlichen Sexualität zu untersuchen, als sie im Dunkeln zu halten.

Das versuchen auch Forscher an der University of North Texas, eine  die Meta-Analyse im Januar im Journal of Sex Research veröffentlicht haben. Sie kombinierten 20 Studien, um mögliche Erklärungen für Vergewaltigungsphantasien von Frauen zu bewerten. Einige der Erklärungen überschneiden sich, andere widersprechen sich gegenseitig. Hier ist eine Zusammenfassung:

Masochismus
Die Vorstellung, dass Frauen Leiden begehren. Frauen, die sich mit masochistischem Sex beschäftigen, haben eher Vergewaltigungsphantasien, aber die große Mehrheit der Frauen mit Vergewaltigungsphantasien will keine echte Vergewaltigung. Dementsprechend kann Masochismus nur für eine kleine Gruppe von Frauen gelten.

Sexuelle Schuldzuweisung
Frauen sind von der Gesellschaft konditioniert , nicht nach Sex zu suchen, weil sie sonst als Schlampe gelten. Haben sie Sex gegen ihren Willen, können sie folglich Schuldgefühle vermeiden. Studien, die diesen Aspekte untersuchen, liefern gemischte Ergebnisse. Auf jeden Fall würde auch diese Theorie nur für einige Frauen gelten.

Wünschenswert
Viele Frauen glauben gerne, dass sie so attraktiv sind, dass Männer dem Drang, sie zu nehmen, nicht widerstehen können. Die Beweise für diese Theorie sind suggestiv, aber noch nicht schlüssig. Eine Studie in „Psychologie Today“ weist darauf hin, dass Frauen mit Bindungsangst mehr sexuelle Fantasien haben, die Unterwerfung beinhalten.

Rape Culture
Einige argumentieren, dass Frauen dazu konditioniert werden, in die männliche dominierte Hierarchie einzukaufen. Gegenargument: Die Prävalenz von Vergewaltigungsphantasien hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich verändert, obwohl die Geschlechterrollen zunehmend aufweichen.

Sympathische Aktivierung
Das sympathische Nervensystem wird in Zeiten von Stress oder Gefahr aktiv und löst einen Kampf- oder eine Fluchtreaktion aus, die durch erhöhte Herzfrequenz, Atmung, Pupillenerweiterung und genitale Erregung gekennzeichnet ist. Wie bei einer Achterbahn gehen Angst und Aufregung Hand in Hand.

Gegensätzliche Transformation
In einer Studie zu Liebesromanen (die in der Regel von und für Frauen geschrieben werden) wird die weibliche Hauptfigur in 54% vergewaltigt. Die männlichen Helden sind in der Regel robuste Kämpfertypen. Diese Bücher veranschaulichen den Wunsch, „das Herz des Vergewaltigers zu erobern“ und ihn für die Ehe zu zähmen.

 

 

 

Studien und wissenschaftliche Artikel zum Thema:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19085605

http://www.psychologytoday.com/blog/psyched/200805/why-do-women-have-erotic-rape-fantasies

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19085605

http://www.huffingtonpost.de/2014/11/03/sex-fantasien-frauen_n_5049260.html

http://stormchan.org/study/src/1347443061862.pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19085605

http://findarticles.com/p/articles/mi_m2372/is_1_45/ai_n24383385/pg_5/

 

 

 

Suspension Bridge Effect

1974 veröffentlichten die Psychologen Donald Dutton und Art Aron eine Studie, die sie in einem Naturpark in Vancouver durchgeführt hatten. Die Forscher wollten herausfinden, ob die Einschätzung der Attraktivität einer Frau von den Umständen der Begegnung abhängt. Dazu postierten sie auf zwei Routen jeweils eine junge, hübsche Frau, die zum Forscherteam gehörte und vorbeigehende Männer zur Teilnahme an einer Umfrage animierte und ihnen zum Abschluss sogar ihre Telefonnummer gab. Eine der beiden Frauen stand auf einer normalen stabilen Brücke, die andere auf einer wackeligen, nur 1,50 Meter breiten und 70 Meter hohen Hängebrücke. Suspension Bridge Effect weiterlesen

BDSM-Globuli

Durch Zufall bin ich auf der Seite eines Herstellers für homöopathische Medizin gelandet. Dort wird etwas verkauft, dass sich Murus Berlinensis nennt. Der Wirkstoff dieses außergewöhnlichen „Medikaments“ wird aus Bruchstücken der Berliner Mauer gewonnen und es soll gegen seelische Blockaden helfen. Das Bild ist kein Fake, man kann dieses Produkt wirklich kaufen! BDSM-Globuli weiterlesen

Das Dickpic von Jeff Bezos

Da Dickpics ein Thema sind, das offenbar … ehm … viele Herzen bewegt, habe ich diesen Beitrag ausgegraben, der halbfertig in meinem Archiv herum schlummerte. Es geht dabei um ein sehr berühmtes Penisbild, von dessen Existenz die Welt Anfang des Jahres erfahren hat. Das Dickpic von Jeff Bezos weiterlesen

Blut

Durch meine Recherchen für das Lexikon von Fetisch.de bin ich auf einen Kink gestoßen, der bestimmte Erinnerungen wach gerufen hat. Und weil das Lexikon schreiben manchmal eine so furztrockene Sache (gar nicht mal so sehr für mich, sondern für manche/n LeserIn dieses Blogs) ist, möchte ich diese Erinnerung nun mit euch teilen.

Aber nicht erschrecken, denn es geht um den Blutfetisch. Meiner Einschätzung nach werden die meisten eher mit Ablehnung auf diesen spezifischen Kink reagieren. Insbesondere unter BDSMlern — so meine Vermutung — wird meistens so gespielt, dass kein Blut fließt. Allenfalls werden Mikroverletzungen, wie sie durch heftigen Einsatz von Floggern oder dem Wartenbergrad auftreten können, toleriert. Wunden, die darüber hinausgehen, sind verpönt. Das ist auch gut so, denn es geht ja beim SM darum, gemeinsam Spaß zu haben und nicht darum einander zu verletzen. Oder nicht? Blut weiterlesen

Publikumsbeschimpfung

Vor einiger Zeit fragte ich auf Twitter nach Kritik an BDSM und BDSM-lern. Die Rückmeldungen waren weit gefächert und wirklich sehr aufschlußreich. Viele Punkte konnte ich zu 100% unterschreiben, bei anderen stellte ich fest, dass ich mich absolut nicht davon freisprechen konnte, mich hier und da auch schon mal auf die eine oder andere Art schuldig gemacht zu haben. Da es mir zu blöd ist, einfach eine Liste mit den genannten Kritikpunkten zu veröffentlichen, habe ich mich dafür entschieden das Feedback in eine andere eher klassische literarische Form zu bringen, die seit Klaus Kinksi und Maxim Biller ein wenig aus der Mode gekommen ist, die Publikumsbeschimpfung.

 


 

Liebe BDSM-ler,

ich muss euch in aller Offenheit sagen, ich finde euch lächerlich. Arrogantes Pack, wenn ihr so in euren Leder- und Latexoutfits in der Gegend herum stolziert wie eitle Pfauen. Der oder die eine bringt mit süffisantem Grinsen die Bullwhip an der Seite zum Vorschein. Die oder der andere kokettiert wahlweise mit scheinbarer Angstlust oder der vermeintlichen Schmerztoleranz. Ehrlich gesagt, wenn ich mir eure 1200-seitigen Sklavenverträge durchlese und die Listen mit den 739 verschiedenen goreanischen SklavInnen-Haltungen, dann muss ich an eurem Verstand zweifeln.
Euren Hang zur Nonkonformität bringe ich durchaus einige Sympathien entgegen, trotzdem fällt es mir bei den meisten Begegnungen sehr schwer, euch auseinanderzuhalten, wenn alle ihre Individualität durch die gleiche schwarze Garderobe sowie mehr oder weniger identische Insignien und Schmuck zum Ausdruck bringen.

Und ihr Bondagetypen?
Verschnürt in stundenlangem Prozedere eure Opfer zu dodekaederförmigen Gebilden. Warum tut ihr das? Hofft ihr wirklich, diese vulgärgeometrischen Übungen öffnen das Tor zu neuen Dimensionen der Lust?

Und diese D/s-ler?
Jaja. Euer BDSM ist kein Fetisch! Jaja, Euer BDSM ist kein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung! Schon klar. Aber habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Lebenszeit ihr verschwendet, in dem ihr eure SklavInnen all den Mist, den ihr verzapft, nachplappern lasst? Sind eure SklavInnen eigentlich imbezil? Oder warum zwingt ihr sie dazu, auch die einfachsten Anweisungen bis ins kleinste Detail zu wiederholen? Weshalb müssen sich SklavInnen eigentlich immer bedanken, ganz egal, ob das was ihr ihnen angetan habt, grenzenlos infantil oder gnadenlos brutal war? Ihr hofft wahrscheinlich, es verhindert die völlige Zurückbildung der sklavischen Sprechwerkzeuge. Die verkümmern ja sonst, weil sie in den wenigen ungeknebelten Momenten ja nicht unaufgefordert sprechen dürfen.

Diese ganzen Regeln, dieses krampfhafte Festhalten an Äußerlichkeiten; zwängt euch das nicht unglaublich ein, ganz egal, an welchem Ende der Peitsche ihr steht? Nicht, dass ich euch den Spaß nicht gönne, aber ich kann es nicht mehr hören, dass eure SklavInnen mit gesenktem Haupt durch ihr Leben kriechen müssen. Wahrscheinlich im Nuttenoutfit und ohne Unterwäsche. Daran, dass sie sich ständig den Kopf an Tischkanten stoßen, denkt ihr wohl nicht? Und die ständigen Blasenentzündungen, die eure Kleidervorschriften zweifellos hervorrufen, lasst ihr geflissentlich unter den Tisch fallen unter den die SklavInnen gekrochen sind, um euch jederzeit oral zu befriedigen.

Faszinierend sind auch all diese BDSM-Hobby-Philosophen.
Wie viele tausende Male muss jeder Begriff im BDSM eigentlich noch durchgekaut werden? Wer hat noch nicht seine Meinung zur Frage geäußert,

  • ob Strafen, die dem Bestraften Spaß machen, eigentlich echte Strafen sind,
  • dem Unterschied zwischen submissiv und devot,
  • wie groß die Schnittmenge zwischen Sub und Sklavin ist,
  • ob BDSM ein Spiel ist oder eine Lebenseinstellung und ob diejenigen, für die BDSM „nur“ ein Spiel ist, überhaupt echte BDSM-ler sind,
  • die siebenhunterachtundzwölfigsten Kritik an Shades of Grey

Mit Spannung sehen wir dem 1000-seitiges Sammelwerk, „Konzeptionelle Analyse des BDSM im 21. Jahrhundert“ entgegen. Es verspricht einen sophistischen Überblick über sämtliche epistemologischen Aspekte des modernen Sadomasochimus. Der umfassende Angang über die misogynen, sexistischen, homo- und transphoben Aspekte des BDSM ist separat in ausgewählten Frauenhäusern erhältlich.

Vanilla-Hater:
Das ist der, der sich als BDSMler für eine dem reinen Kuschelsexler überlegene Gattung hält. Der Vanilla-Hater ist eine Spezies, die sich nur durch moderne Kommunikationsmittel ausbreiten konnte. In realen Gesprächen mit realen Personen hätte er sich niemals behauptet, denn üblicherweise reagiert auch der allergrößte Idiot irgendwann irgendwie auf das Feedback, das er zwangsläufig erhält, wenn er immer nur Idiotisches von sich gibt. Nur im Internet – auf große Distanz und meist unter dem Schutz der Anonymität – ist es möglich völligen Schwachsinn zu schreiben und auf den Widerspruch zu reagieren, indem man sich immer mehr in seinen Schwachsinn hineinsteigert.

Menschen, die BDSM betreiben, haben offensichtlich auch kein bisschen Spaß an dem Unwesen, das sie in ihren Kellern und sonst wo treiben, wie sie auf sämtlichen bildlichen Darstellungen immer wieder demonstrieren. Die Doms stieren stets ernst oder grimmig in die Kamera. Subs schauen notgeil, versonnen in die Ferne oder senken ergeben das Haupt. Gelacht wird nie, höchstens mal gelächelt, entweder süffisant von oben herab oder unterwürfig von unten.

Den Toleranzpredigern möchte ich das Schlusswort widmen: Gefordert wird Verständnis oder gar Empathie. Eine Forderung, die sich nur auf den Schwachsinn bezieht, den man selbst von sich gibt und Akzeptanz will man vor allem für die eigenen versauten Spielchen. Andere erklimmen gar den Gipfel der Blödheit und rufen herunter „BDSM sei doch so immens vielfältig“. Das heißt also jeder Schwachmat kann seinem spezifischen Schwachsinn wenigstens das Feigenblättchen „Vielfalt“ aufkleben, aller Schwachsinn ist somit gleichermaßen schwachsinnig, womit der intellektuelle Tiefpunkt einer endgültig erreicht ist.

 


Dieser Beitrag ist Teil unserer megacoolen BDSM-Blogparade im April. Das Thema lautet diesmal  Humor im BDSM. (Anmerkung: Die Links verweisen z.Z. noch auf die Beiträge der letzten Blogparade, werden aber zeitnah bei Erscheinen aktualisiert):

Tomasz Bordemé – 05. April

Herzinfucked Marie Moreau: Herzinfucked – 12. April

Margaux Navara Margaux Navara – 16 April

Training of O Darth @Falbalus: Training of O – 23. April

Dompteur: The Art of Pain – 26. April

 Kink mit Herz – 30. April