Jahre in Chalkiev 11 – Meine Entscheidung

jahreinchalkiev5_kleinEin Blogroman von Salome M. in 30 Teilen über das Leben in einer von Gor inspirierten, aber modern aufgebauten Gemeinschaft, welche auf privatem Grund einer Gesellschaft von superreichen Männern existiert, die sich nicht mehr an bürgerliche Gesetze gebunden fühlen. Frauen sind Eigentum und Lustobjekte, können aber mit Einwilligung ihrer Herren auch modernen Berufen nachgehen.

Hier geht es zum ersten Teil von Chalkiev

Kapitel  11 – Meine Entscheidung

Ich war elektrisiert. Es war möglich, aus Chalkiev rauszukommen? Im nächsten Moment wurde ich wieder unsicher. War ich nicht gerade zum Schluss gekommen, dass ich hier zufrieden war, und vorher in der freien Welt nicht? Das war vor der Strafe gewesen. Aber wieso könnte eine Strafe meine Entscheidung beeinflussen? Ich erinnerte mich, an die Angst vor dem Kommenden, die mich erfüllt hatte, als ich gestern an den Ringen hing. Die Strafe selbst war dann weniger schlimm als befürchtet gewesen. Aber diese schreckliche, bestimmt eine halbe Stunde dauernde Angst, während er seelenruhig sein Abendbrot verspeiste. Das hatte überhaupt nichts von einer erregenden Situation gehabt. Es würgte mich immer noch, wenn ich daran dachte.

Ich stellte mir ein Leben zurück in Holland vor. Man kann auch in der freien Welt eine BDSM-Beziehung führen. Es ist ja nicht mehr so wie früher, dass man nicht darüber reden könnte, devot zu sein. Wenn man sich als weibliche Sub outet, kann man sich vor Angeboten kaum retten. Aber: Es ist nicht dasselbe. Es gibt die Kontextwechsel. Man ist nur im sexuellen, oder bestenfalls im häuslichen Kontext Sklavin. Im Alltagskontext ist man Studentin. Oder Putzfrau. Oder kaufmännische Angestellte. Das mag für viele genau das Richtige sein. Aber ist es das Richtige für Salo? Und Bernd… Ich gehörte ihm, das fühlte ich noch immer. Ich würde ihn verlieren.

Ich kam nicht weiter. Schließlich beschloss ich, erst mal darüber zu schlafen. Ich war sowieso todmüde, weil ich in der letzten Nacht kein Auge zugetan hatte. Dann wollte ich nachlesen, wie der Weg ist. Und dann meine Entscheidung treffen. Sophia und ich legten uns nebeneinander auf Matten im Frauengästezimmer und schliefen ein.

Wir schliefen knapp fünf Stunden, denn am frühen Nachmittag kam Bernd schon wieder nach Hause und rief nach uns.
Erschrocken fuhren wir hoch. Hatten wir etwas vergessen? Hatte er uns gesagt, dass er heute früher nach Hause kommen würde? Ängstlich gingen wir nach unten.
Doch er sah nicht wütend aus, sondern winkte uns freundlich zu. Auf dem Esstisch hatte er drei Teller, drei Tassen Kaffee und dazwischen eine große Torte aufgebaut. “Setzt Euch, ich hab heute früher Schluss gemacht, hab letzte Nacht schlecht geschlafen und war müde. Ihr seht auch ziemlich verschlafen aus”, meinte er lächelnd.
Wir wussten nicht recht, wie uns geschah und setzten uns. Der Kuchen und der Kaffee schmeckten uns ausgezeichnet (Mir hätte allerdings alles geschmeckt, ausgehungert wie ich war). Bernd aß ein Stück, Sophia und ich verschlangen den Rest des Kuchens. Während Bernd und Sophia bald zum normalen Plauderton fanden, blieb ich einsilbig. Ich kämpfte noch immer mit der Frage, ob ich Bernd verlassen wollte. Der kurze Schlaf hatte mich da nicht viel weiter gebracht.
Nachdem der Kuchen aufgegessen und der Kaffee leer war, befahl Bernd: “Sophia, lass uns allein.”
Sofort zog sie sich in ihr Zimmer zurück und schloss die Tür.

Bernd setzte sich auf die Couch und rief mich zu sich. Ich setzte mich bewusst nicht neben ihn, sondern ihm gegenüber auf dem Boden in Nadu und senkte den Blick.
“Salo, Du möchtest du mir etwas sagen?”
“Herr, “, begann ich, kam aber nicht weiter. Ich fühlte, wie mir die Tränen hochstiegen, und ich wollte nicht, dass er mich schon wieder weinen sah.
“Es geht um gestern Abend, oder?”
Ich nickte und sagte “…auch … ja…”
“Salo, lass uns nicht lang um den heißen Brei reden. Erzähle mir Deine Sicht. Du bist im freien Modus und Du weißt, dass ich Dich nicht für etwas bestrafe, was Du sagst, solange es keine Unverschämtheit ist oder einem Befehl zuwiderläuft.” “Herr,” begann ich wieder, “ich habe mich letzte Nacht zum ersten Mal gefragt, ob meine Entscheidung, nach Chalkiev zu kommen, richtig war.” Ich begann leicht zu zittern, als ich auf seine Reaktion wartete.
Doch er blieb ruhig und wartete, bis ich scheu den Blick zu ihm hob. Dann nickte er mir zu: “Erklär’s mir.”
Ich fasste mir ein Herz. “War es nötig, uns so brutal zu bestrafen für fünfzehn Minuten Verspätung beim Abendessen? Sophia war Dir die ganzen Monate so eine loyale und treue Dienerin und mir so eine unermüdliche Lehrerin und ich habe mir soviel Mühe gegeben, eine perfekte Chalkiev-Frau für Dich zu werden”, brach es aus mir heraus.
“Du fandest die Strafe unangemessen?”
“Es steht mir nicht zu, die Angemessenheit einer Strafe zu hinterfragen. Ich habe mich aber gefragt, wie groß mein Fehler war, dass er diese Strafe bewirkte.”
“Ich habe auch über meine Wut nachgedacht”, sagte Bernd erstaunlich offen. “Es ging nicht um die fünfzehn Minuten. Hättest Du das Essen versehentlich versalzen und deswegen nochmal neu machen müssen, hätte Dir das höchstens einen Schlag auf den Hintern eingetragen. Es ging auch nicht um den Sex. Du weißt, dass ich nichts dagegen habe, wenn Du Dich allein oder mit Sophia sexuell vergnügst. Was mich wütend gemacht hat, war die Missachtung. Ihr hattet den Grund vergessen, warum Ihr überhaupt hier, in diesem Haus sein dürft. Eure Hauptaufgabe.”
“Das war nicht als Missachtung gedacht, Herr. Wir haben die Zeit vergessen, weil wir ein interessantes Gespräch und nachher tollen, leidenschaftlichen Sex hatten.”
“Ja ich weiß das jetzt. Ich habe Kuchen mitgebracht weil ich gedacht habe, die ganze Aufregung könnte Euch vielleicht hungrig gemacht haben.” Das klang nun etwas platt. Aber gut, deutlicher konnte er wohl nicht um Entschuldigung bitten.

Wir schwiegen einen Moment. Dann beschloss ich, das erst mal zu akzeptieren. Ich rückte, immer noch in Nadu verbleibend, etwas näher, zog ihm die Socken aus, hob nacheinander seine Füße hoch, küsste sie und stellte sie auf meine Oberschenkel. Dann begann ich sie zu streicheln.

Nach einiger Zeit hob er einen Fuß und stupste mit dem großen Zeh meine Titten an, bis die Nippel hart wurden. Schließlich sagte er: Salo, leg Dich oben auf mein Bett. Ich komme gleich nach. Während ich die Treppen hoch ging, schaltete er die Musikanlage ein, so dass sie in allen Zimmern hörbar war. Es lief Tracy Chapman: “Sorry”. Da musste ich nun doch grinsen. Sophia in ihrem Zimmer bestimmt auch. Ich fühlte mich leicht, als ich mich aufs Bett fallen ließ und gespannt auf meinen Gebieter wartete. Die Auswanderung war erst mal gestrichen, aber ich wollte dennoch bei Gelegenheit nachlesen, wie man es angehen musste, nur für den Fall …


Hier geht es weiter zum nächsten Teil von „Jahre in Chalkiev


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