Nightly Shortie 3

Der Kuscheldom
Mein Kopf liegt in seiner Schulterbeuge und ich beobachte das Spiel von Licht und Schatten auf seinem Oberkörper. Wenn seine Brust sich hebt, schimmert das Tattoo dunkel und der goldene Ring in der Brustwarze glitzert im Licht der Straßenbeleuchtung, die durch das Fenster fällt. Man sagt, wenn zwei Menschen sich sehr nahe sind, synchronisieren sich Herzschlag und Atem. Uns beiden wird dieses Kunststück nicht gelingen. Ich mache fünf oder sechs Atemzüge, während er einmal seine Lungen füllt. Dann atme ich noch ein paar Mal ein und aus, halte schließlich gespannt die Luft an, lausche in die Stille, bis er endlich wieder einatmet. Vorsichtig, aber bloß nicht zu zärtlich, lege ich meine Hand auf seinen Brustkorb. Sein Herz schlägt gegen meine Finger, und mit meinem Ohr an seinem Arm höre ich, wie das Blut durch seine Adern rauscht.
Plötzlich ertönt ein Grunzen direkt neben meinem Ohr. Er dreht sich zu mir und drückt mich dabei immer weiter an die Bettkante. Jetzt legt sich sein Arm auf meinen Rücken und eine Hand schiebt sich unter meine Taille. Er hebt mich an, und ich frage mich noch, was ich tun soll, aber schon hat er mich herum geworfen und ich liege in Löffelchenstellung vor ihm. Ich will nach hinten rutschen und mich an ihn kuscheln, aber er ist noch nicht fertig. Er zieht mich nach unten, bis ich in der richtigen Position liege, mein Hintern genau da, wo sein Bauch und seine Beine ein Dreieck bilden. Meine Beine winkelt er mit sanften Druck in meine Kniekehlen an, schiebt sein Knie dazwischen. Schließlich legen sich seine Arme um mich, seien Hände umfassen meine Gelenke, er zieht mich fest an sich heran und dann liegt er still.
Zur völligen Bewegungslosigkeit verdammt, spüre ich, wie er sich entspannt. Seine Brust hebt und senkt sich gegen meinen Rücken und bald nimmt er wieder seinen Atemrythmus auf, der mir im Vergleich zu meinem so unendlich langsam vorkommt.
Ich seufze leise. Mein Dom, der mich sogar im Schlaf dominiert und zu einem handlichen Kuschelpäckchen zusammenfaltet. Seine Hände, die die meinen umklammern, mich gegen ihn pressen. ‚Alles Mein!‘, sagt er mir damit im Schlaf und ich seufze noch einmal. Ich zähle noch eine Weile fasziniert seine Atemzüge mit, bis ich schließlich selbst in einen tiefen Schlaf falle.
kuscheldom (2)

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