Drexler IV

 

Drexler sagt: „Submissive Maso Frauen sind doch bekloppt.
Finden sie nicht?“
Ich finde das ist so, und es ist verdammt noch mal gut, dass es so ist. Denn gäbe es dies12167391_1507033479607834_1462835620_ne Frauen nicht, mit ihrer zu meiner eigenen Beklopptheit komplementär-kompatiblen Beklopptheit, würde es um mein Sexualleben ziemlich mau stehen. Nur weil es diese bekloppten Frauen gibt, kann ich ihnen all diese komischen kleinen Geschichten erzählen.
Manche dieser Beklopptheiten stellte mich jedoch vor ein echtes Rätsel. Vielleicht können sie mir das erklären?
Zum Beispiel diese Kellnerin, ich glaube, sie hieß Daniela, obwohl ihr Name eigentlich keine Rolle spielte. Zauberhaftes schwarzhaariges Ding mit irre langen Beinen und einem prachtvollen Arsch. Sie erwies sich allerdings als No-Go(-Down)-Area. Als mir das klar wurde, war ich derart schockiert, dass ich kurzzeitig sogar erwog, mich als impotenten Homo zu outen. Daniela erwies sie sich jedoch als äußerst entschlossen, als sie unbeirrt vor mir auf die Knie ging, meinen erlahmten Enthusiasmus erst wieder auf Höchsttouren und dann die Sache zu einem erfolgreichen Abschluss brachte. Das tat sie, von da an bei jedem meiner Besuche in dieser Kneipe: Vor mir in die Knie gehen, und mir einen First-Class Blowjob verpassen. Wahlweise nach Feierabend gleich an der Theke oder manchmal, wenn ich sie nachhause fuhr, vor dem Fenster ihres Schlafzimmers, wo ich, während sie ihrem ‘Geschäft’ nachging, dem Schnarchen ihres Lebensabschnittpartners lauschen konnte. Zwei- manchmal dreimal pro Woche, über einen Zeitraum von drei Monaten, solange mein Lehrgang dauerte.
Was steckte in dieser Sache für sie drin? Welches Bedürfnis hat sie an mir befriedigt? Ich glaube kaum, dass mein Sperma ein derart ausgezeichnete Delikatesse gewesen sein kann oder etwa, dass mein ‘Magic Stick’ wirklich über eine magische Anziehungskraft verfügte. Haben sie eine Idee? Ach so, sie wollen mal wieder alles ganz genau wissen? Mal wieder eine Körbchengröße niedergeschrieben sehen? Also gut – schon allein wegen Danis NO-Go-Area  in aller Kürze, okay:
Ein ortsansässiger Kollege empfahl mir den Laden. Normale Eckkneipe, Hausbesitzer koche selbst. Es gäbe nur wenige verschiedene Gerichte, die günstig aber sehr lecker seien. Der Mann sei Vollblutkneipier, war mir gesagt worden. Zu erkennen daran, dass hinter der Theke ausschließlich äußerst adrette Studentinnen beschäftigt wurden. Und das blutige Steak mit hausgemachter Kräuterbutter und Bratkartoffeln war genau das richtige für einen Typen, der gerade von einer Spätschicht kommt, fand ich, weshalb ich regelmäßig spät abends dort eben jenes Steak aß.
Nach ein paar Besuchen, als ich zahlen wollte, bat Dani mich leise darum, noch zu bleiben, mit den Augen zur Theke signalisierend, wo zwei zwielichtige Gestalten standen. Offenbar genoss ich, da von einem Stammgast eingeführt, auch als relativ neuer Gast, einen gewissen Vertrauensbonus. Verständlich, wenn ich mir die beiden Typen anschaute. Die machten aber leider auch nach einer halben Stunde keine Anstalten zu gehen. Ich verließ meinen Platz am Ecktisch und gesellte mich zu Dani an die Theke, gegenüber von den Beiden. Wir unterhielten uns flüsternd über völlig normale Themen, meinen Lehrgang ihr Studium und so Zeugs. Wir schauspielerten nicht, aber unser Treiben hatte den gewünschten Effekt.
Dani verschloss sofort die Tür hinter den Beiden, als sie gingen. Sichtlich erleichtert goss sie uns beiden einen Schnaps ein. Glaube, sie sagte sowas wie, ‘haben dich wohl für meinen Lover gehalten’, woraufhin ich vielleicht antwortete: ‘Könnte mir durchaus gefallen die Rolle’. Und schon gings zur Sache. Sie presst ihre üppigen Rundungen an mich. Ich war kein Freund von langen Vorspielen und Knutschereien mit fremden Frauen, war mehr der der Typ, der spontane Gelegenheiten beim Schopf ergriff.
‘Schopf’ ist übrigens eine gute Überleitung zu besagter ‘No-Go-Area’. Denn als ich sie auf die Theke hob, sie aus ihrer hautengen Jeans zu schälen begann, ploppte ein urwaldartiges Gestrüpp aus dem Bund ihrer Hose, was mir völlig die Sprache verschlug. Mein Schock hätte nicht größer sein können, wenn statt dieses Busches ein sprechendes Furunkel zum Vorschein gekommen wäre. Die Homoimpotenz fiel mir ein, dann glücklicherweise die Sache mit dem fehlenden Kondom, völlig ignorierend, dass im Aufgang zur Toilette ein Automat hing. Glücklicherweise dachte Dani auch nicht an Automaten, sondern ließ sich grinsend auf die Knie sinken. So angenehm das auch war, verstanden habe ich es nie. Klar am ersten Abend eine einmalige Aktion, hätte man ja noch denken können. Das ist ihre Art, Dankbarkeit zu zeigen.
Doch bei meinem nächsten Besuch, direkt am nächsten Abend ging es gleich weiter. Ich saß kaum an meinem Ecktisch, schon war sie da, nahm meine Bestellung auf, sagte Sachen wie: “Genau das Gleiche wie gestern?“, „Ich freu mich ja immer, wenn du ‘kommst“, und leckte sich dabei über die Lippen, das Luder. Dieses Mal war niemand da, vor dem ich sie hätte beschützen müssen, trotzdem blieb ich sitzen, bis der Laden leer war. Dann krabbelte sie unter den Tisch und legte gleich los. Da ich saß, dauerte es etwas länger, auch für eine geübte Bläserin wie Dani. So lange, dass sie ihren Bus verpasste. Ich bin ja kein Unmensch und bot ihr an, sie nach Hause zu fahren. Gelegentlich hab ich so Anwandlungen von Gentleman-likem Verhalten. Ihr Haus lag in einer verkehrsberuhigten Zone, keine sonderlich gute Gegend, also begleitete ich sie bis zur Haustür. Dachte ich jedenfalls, Dann zeigte sie zum offenen Fenster, wo ihr Freund schlief. Und da standen wir dann auch bald. Sie, dieses Mal in der Hocke mit dem Rücken zur Wand. Ich hielt mich an der Einfassung des Fensters über mir fest. Dieses Mal übernahm ich einen Teil der Arbeit und bewegte mein Becken. Als ich ihr eine Pause gönnte, schnappte sie nach Luft „Ganz schön stürmisch der Herr“, stellte sie fest und stülpte sofort gierig ihre Lippen wieder über mich. „Kein Wunder, bei so einem verkommenen Luder, wie du es bist.“ Ihre Augen blitzen mich an, sie verstand mein Kompliment, so wie es gemeint war.
Es gab nicht den geringsten Versuch von ihrer Seite die Art der Beziehung zu verändern, sie zu vertiefen. Ich war völlig zufrieden, so wie es war, hielt aber für alle Fälle Rasierzeugs parat. Ich fragte mich anfangs, woher sie ihre Befriedigung bezog und woraus diese bestand. Bis auf eine Umarmung zum Abschied gab es keinerlei Berührungen. Sie bespielte sich auch nicht selbst, wie es einige andere Frauen in dieser Lage tun. Sie freute sich, wenn ich in ihrem Laden auftauchte, wartete geduldig, um mit Enthusiasmus auf die Knie zu gehen.


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15 Gedanken zu „Drexler IV“

  1. Die stell man aber automatisch, finde ich, unausweichlich. Aber du hast schon recht. Sie kann nicht zu einem Ergebnis führen. Andererseits gibt sie Anlass zur Selbstreflexion, und das ist immer eine gute Sache.

  2. Bekloppt? Gibt es nicht. Wir sind alle ein bißchen BLUNA. (ok, zu viel Werbung geschaut). Die Frage nach dem Warum darf man nicht stellen. Eher, was gefällt dir/ihr daran. Oder einfach egoistisch sein, in den Spiegel schauen und sich am Anblick erfreuen und das als Begründung stehen lassen. 🙂 Ich gehe davon aus, dass ihr gefallen hat, was sie sah. Sonst hätte es kein Nachspiel gegeben.
    Aber schreib einfach weiter. Es ist echt herrlich zu lesen. Ich mag deinen Humor.

        1. okay, ich ha jetzt lange drüber nachgedac… dh ich habe mit Drexler lange drüber geredet. Er hat das Trauma auch nicht verarbeitet, er hat es erfolgreich aus seinem Kopfkino verbannt, mit anderen Worten verdrängt.

    1. Ich werde versuchen es in einem der nächsten Beiträge zu artitkulieren. „Ihre“ Sicht der Dinge zu schildern, ist für mich naturgemäß nicht immer ganz so einfach.

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