Dad Bod – der perfekte Mann?

Es scheint eine Art Naturgesetz zu sein, dass Frauen auf große und muskulöse Typen stehen. Wenn man sich das Männerbild anschaut, das in den Medien präsentiert wird, muss man jedenfalls davon ausgehen. Noch deutlicher wird es, wenn man in den sozialen Netzwerken verfolgt, was dort von Frauen selbst verbreitet wird. Auf Facebook gibt es Seiten und Gruppen, die sich mit nichts anderem beschäftigen als dem Hunk. Da werden Bilder trainierter männlicher Models tausendfach geteilt, bewertet, wöchentlich wird ein Hottie gewählt und diese Wahl entsprechend bejubelt.

Aber soll man daraus schließen, dass Frauen tatsächlich einen solchen Hunk zum Partner haben wollen? Wohl eher nicht, denn das wiederentdeckte Schönheitsideal wird durch den „Dad Bod“ repräsentiert.

Schauen wir uns mal den Superhunk Dwayne the Rock Johnson an. Der verbringt täglich mindestens zwei Stunden im Fitnessstudio. SeinSpeiseplan an einem normalen Tag umfasst: 1,5 kg Hühnchen, 500 gr. Fisch, 5,5 Tassen Reis, 12 Eier und einiges mehr. An seinen Cheat Days gönnt the Rock sicher gerne mal eine Sushi-Platte  für den leinen Hunger zwischendurch.
Da stellt sich die Frage, was Frau eigentlich mit so einem Typen macht, der das Gym nur verlässt, um eimerweise Eiweiß und Kohlenhydrate in sich zu schaufeln?

Waschbär statt Waschbrett?

Der neue Mann hat den Körperbau eines Daddys, er verfügt nicht über gestählte Muskeln, die er sich künstlich antrainieren musste. Er ist aber auch kein Schwächling oder ein Fettsack.

Wer über den perfekten Dad Bod verfügt, ist sportlichen Aktivitäten durchaus nicht abgeneigt und körperliche Arbeit ist ihm nicht fremd. Männer mit Dad Bod sind nicht übergewichtig und sie müssen auch keine Daddys sein. Sie haben einfach etwas mehr auf den Rippen. Sei es, weil sie sich beim Barbecue gerne mal einen Nachschlag holen und/oder generell den Genüssen des Lebens nicht abgeneigt sind. Tägliche Besuche im Fitnessstudio sind für den Mann mit Dad Bod ausgeschlossen, denn er hat Beruf, Firma und/oder Familie, um die er sich kümmern muss.

Den Begriff „Dad Bod“ hat übrigens die Amerikanerin Mackenzie Pearson geprägt und sie beschreibt die Vorteile dieses Traumtypen wie folgt:

  • Frauen wollen in einer Partnerschaft die Schöne sein, und nicht neben der Schönheit des Mannes an ihrer Seite verblassen.
  • Der Kuschelfaktor eines Dad Bods liegt mehrere Level über dem des Hunks, an dem man sich beim Kuscheln höchstens blaue Flecken holt.
  • Frauen wollen neben ihrem Mann gern schlank und zierlich wirken.
  • Die Frau stellt sich gern die Zukunft mit ihm vor, und hat er einen Dad Bod, weiß sie, woran sie ist. Bei einem Hunk ist das ziemlich ungewiss.

 

Was meint ihr? Wie ist es bei euch? Ist der Hunk der Typ Mann, den ihr in euren Fantasien anhimmelt, der euch aber im realen Leben gestohlen bleiben kann?

PS: Übrigens will ich mit diesem Posting überhaupt nicht gegen den muskelbackten Hunk stänkern und damit meinen eigenen Körpertypus als Ideal präsentieren oder so. Ich bin ja von Natur aus eher der sportliche Typ. Mehrere Jahrzehnte waren meine knackigen 85 kg auf schicke 185 cm verteilt. Dann habe ich neulich krankheitsbedingt wie aus dem Nichts 10 kg verloren. Die habe ich inzwischen zum Glück wieder drauf und sogar ein klitzekleines bisschen mehr. Den richtigen „Dad Bod“ müsste ich mir aber erstmal anfressen, worauf ich ehrlich gesagt überhaupt keine Lust habe. Alternativ könnte ich auch ein bissel in die Pötte kommen, wieder laufen gehen und regelmäßig Sit-ups machen.

Neulich hatte ich sogar überlegt, ob ich nicht einfach mal Bildchen von meiner jetzigen (Mini-)Wampe im Vergleich zum früheren Waschbrett poste und dann öffentlich auf Facebook eine Sixpack-Challenge starte. „In 6 Wochen mit 6666 Sit-Ups zum Sixpack“ oder so. Ehrlich gesagt, juckt es mich jetzt sogar noch ein bisschen mehr in den Fingern, wenn das Sixpack gar nicht mehr das Schönheitsideal schlechthin ist. Mal sehen, ich werde euch ggf. auf dem Laufenden halten. 😉

 

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